In diesem Tutorial zeigen wir euch, wie ihr mit den Logic-Pro-Plug-ins Phat FX und Space Designer euren Basslines mehr Druck, Präsenz und Breite verleihen könnt.
Klangbeispiel 01 zeigt die unbearbeitete Bassline.
Klangbeispiel 02 enthält die bearbeitete Bassline im Solo-Modus.
Klangbeispiel 03 demonstriert die Bassline im fertigen Mix.
1. Eine einfache Bassline erstellen
Die ursprüngliche Bassline (Klangbeispiel 01) wurde mit Logic Pros Retro Synth erstellt. Die verwendeten Einstellungen sind in der folgenden Abbildung dargestellt.
Bei der Klanggestaltung wurden die Mitten und Höhen bewusst reduziert, da diese Frequenzbereiche im weiteren Verlauf durch zusätzliche Plug-ins ergänzt und bearbeitet werden.

2. High-Cut-Filter einsetzen
Im nächsten Schritt wird ein High-Cut-Filter hinzugefügt. Dadurch werden die höheren Frequenzen entfernt, sodass sich die Bassline zunächst auf den tiefen Frequenzbereich konzentriert.

3. Bearbeitung mit Phat FX
Nun folgt der wichtigste Bearbeitungsschritt. Die in der Abbildung gezeigten Einstellungen für Phat FX sorgen für mehr Druck und Durchsetzungsfähigkeit im Mix.
- Der Compressor erhöht die Dichte und den wahrgenommenen Druck der Bassline.
- Der Drive-Regler des Filters sowie das Distortion-Modul erzeugen zusätzliche Obertöne und machen den Sound aggressiver und präsenter.
- Mit dem Bandpass-Filter werden die neu erzeugten Mitten und Höhen kontrolliert, sodass der Klang ausgewogen bleibt.

4. Mehr Breite mit Space Designer
Um die Bassline noch voller wirken zu lassen und die Stereobreite zu erweitern, wird anschließend der Space Designer eingesetzt.
Hierfür verwenden wir das Preset „Small Dark Spring“. Anschließend erhöhen wir den Wet-Anteil und stellen den Decay-Regler auf einen hohen Wert ein. Dadurch entsteht ein breiterer und räumlicherer Klangcharakter.

5. Abschließende EQ-Bearbeitung
Zum Abschluss wird ein EQ eingesetzt. Der Frequenzbereich unterhalb von etwa 150 Hz wird dabei auf Mono geschaltet.
Dadurch bleibt der Subbassbereich stabil und fokussiert, was insbesondere für Club- und Streaming-Produktionen von Vorteil ist. Gleichzeitig können die höheren Frequenzanteile weiterhin von der zuvor erzeugten Stereobreite profitieren.
