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Mixing vs Mastering - Die Unterschiede einfach erklärt

← Zurück zu News Mixing 21. September 2021

Viele Leute kommen zu uns und sagen Sätze wie:

…und noch viele andere Dinge. Eigentlich meinen sie damit immer dasselbe: Can I Haz Mastering? — die Hoffnung, dass ein Knopfdruck am Schluss den Song fertig macht.

Daraus lesen wir: Der Unterschied zwischen Mixing und Mastering und die Definition der beiden ist nicht klar. Damit räumen wir heute auf.

Die kurze Antwort: Beim Mixing (Abmischen) bringst du die einzelnen Spuren eines Songs ins Gleichgewicht — Lautstärken, Frequenzen, Stereobreite und Tiefe. Beim Mastering (Mastern) bearbeitest du danach den fertigen Stereo-Mix als Ganzes, damit der Song auf jeder Anlage rund klingt und die Lautheit der Streaming-Dienste trifft. Die Reihenfolge ist immer: zuerst abmischen, dann mastern.

Nachfolgend das Video auf Youtube.

Was Mixing und Mastering NICHT ist

Mixing vs. Mastering: die Unterschiede auf einen Blick

 Mixing (Abmischen)Mastering (Mastern)
Womit arbeitest du?Mit allen Einzelspuren — Kick, Bass, Vocals, SynthsMit einer einzigen fertigen Stereo-Datei
Wann?Nach dem Produzieren, vor dem MasteringGanz am Schluss, nach dem Mixdown
Wie stark greifst du ein?Deutlich — Spuren dürfen sich stark verändernSubtil — meist wenige dB, oft nur Feinschliff
ZielAlle Elemente finden ihren Platz, nichts überlagert sichDer Song klingt auf jeder Anlage rund und trifft die Lautheit
Typische WerkzeugeEQ, Kompressor, Hall, Delay, Pan-Regler pro SpurMaster-EQ, Summen-Sättigung, Mid-Side, Limiter, Dithering
Dauer pro SongStunden bis TageMeist unter einer Stunde

Merksatz: Mixing entscheidet, wie dein Song klingt. Mastering entscheidet, ob er auch im Auto, im Club und auf dem Handy noch so klingt.

Die Küchen-Analogie: Mixing ist Kochen, Mastering ist Abschmecken

Mixing als Kochen, Mastering als Abschmecken — Analogie der School of Sound

Wenn die Zutaten gut zueinander passen und sie im richtigen Verhältnis sind, ist schon halb gekocht. Der Mix und die Zubereitung stimmen.

Trotzdem fehlen noch Salz, Pfeffer, die Gewürze eben, das Abschmecken. Das ist die Aufgabe des Masterings.

Was ist Mixing? Das passiert beim Abmischen

Mixing — auf Deutsch Abmischen — ist der Arbeitsschritt, in dem du die einzelnen Spuren eines Songs zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügst. Du entscheidest, wie laut jedes Element ist, wo es im Stereobild sitzt und welchen Frequenzbereich es bekommt. Mehr zur Begriffsgeschichte findest du im Artikel Abmischen auf Wikipedia.

Beim Mixing machen wir folgende Arbeitsschritte für jeden einzelnen Track separat:

Am Ende des Mixing-Prozesses schweissen wir den ganzen Track im sogenannten Mixdown zusammen auf eine Stereo-Spur, um bereit zu sein für das Mastering.

Die 3 Dimensionen des Mixing

Die 3 Dimensionen des Mixing: Stereobreite, Frequenzgang, Tiefe

All das hilft uns, keine Überlagerungen zu haben — der Mix ist ausgewogen und stimmig. Wo es dabei am häufigsten klemmt, zeigen wir dir in Kick und Bass abmischen: die 8 grössten Fehler — und wenn du das lieber am eigenen Track übst, ist der Mixing- und Mastering-Kurs genau dafür da.

Was ist Mastering? Das passiert beim Mastern

Mastering — auf Deutsch Mastern — ist der letzte Schritt der Musikproduktion: Du bearbeitest den fertigen Stereo-Mix als Ganzes, damit er auf jeder Abhöre funktioniert und die technischen Vorgaben der Streaming-Dienste erfüllt. Hintergrund zum Begriff liefert der Wikipedia-Artikel Mastering.

Beim Mastering finalisieren wir die letzten 5% einer Produktion. Ganz wichtig dabei: Dies tun wir für den GESAMTEN Song.

Das Mastering können wir in der DAW selbst auf dem Master-Kanal oder in einer spezialisierten Software auf dem Rechner machen. Oder wir benutzen dafür externe teure Hardware, wie es die Profis machen, genannt Outboard Equipment.

Viele Produzenten sparen sich diesen Schritt und lassen von einem Profi mastern. Ob das für dich der richtige Weg ist, hängt von deiner Bereitschaft ab, das Mastering als Prozess lernen zu wollen — und auch, ob du dich NUR auf Musik konzentrieren möchtest.

Die Mastering-Signalkette (Mastering-Chain)

Mastering-Signalkette: EQ, Sättigung, Mid-Side, Kompressor, Limiter, Dithering

Die Reihenfolge ist beispielhaft und ändert sich in jedem Song wegen des zugrunde liegenden Mixes. Wir formen so den finalen Charakter des Songs.

Während diesem gesamten Prozess machen wir immer auch A/B-Vergleiche mit Referenztracks. Dies bringt uns näher zu unserem Ziel des perfekten Masters.

Natürlich kannst du auch nur die absolut NOTWENDIGEN Schritte des Masterings ausführen. Dies kannst du in deinem Master-Kanal deiner DAW machen und den Song danach exportieren. Als Minimum reicht vorerst ein Parallel-Kompressor mit nachgeschaltetem Brickwall-Limiter.

Als Alternative benutzt du ein Mastering-Plugin mit Presets wie zum Beispiel iZotope Ozone. Solche Plugins helfen dir mit Tools wie zum Beispiel Match-EQ leichter, dein Ziel zu erreichen.

Wie laut muss ein Master sein? Loudness für Spotify und Co.

Die häufigste Frage beim Mastern ist die nach der Lautstärke — und sie hat seit den Streaming-Diensten eine klare Antwort. Spotify, Apple Music und YouTube normalisieren die Lautheit beim Abspielen. Ein Master, das lauter ist als der Zielwert, wird also einfach leiser gedreht. Der Loudness-War ist damit verloren, bevor er anfängt.

Praktisch heisst das: Miss deine Lautheit, statt sie zu schätzen. Wie du ein Loudness-Meter aufsetzt und liest, zeigen wir dir im Tutorial Logic Pro X — Loudness und Level Meter. Und ganz ehrlich: ein gut abgemischter Track bei −14 LUFS schlägt einen plattgedrückten bei −8 LUFS jederzeit.

Mischen und mastern lassen oder selbst machen?

Beides ist legitim, und die Antwort hängt weniger vom Budget ab als von deinem Ziel.

Ein Hinweis noch, weil die Frage regelmässig kommt: Mastering-Plugins aus dubiosen Quellen sparen kein Geld, sie kosten dich Zeit und Nerven. Warum, haben wir in der No-Go-Liste von Audio-Software-Cracks aufgeschrieben.

Wo stehst du in deiner Musikproduktion?

Mixing und Mastering Lernpfade an der School of Sound

Lass dich bei uns beraten, welche Kurse am Besten für dich passen. Wenn du gezielt am Abmischen und Mastern arbeiten willst, ist der Mixing- und Mastering-Kurs in Bern, Basel und Zürich der direkte Weg — er setzt voraus, dass du eigene Tracks mitbringst.

Die Suppen-Analogie weitergedacht

Häufige Fragen zu Mixing und Mastering

Was ist der Unterschied zwischen Abmischen und Mastern?

Beim Abmischen (Mixing) bringst du die einzelnen Spuren eines Songs ins Gleichgewicht — Lautstärken, Frequenzen, Stereobreite und Tiefe. Beim Mastern bearbeitest du danach den fertigen Stereo-Mix als Ganzes, damit der Song auf jeder Anlage rund und laut genug klingt. Die Reihenfolge ist immer: zuerst abmischen, dann mastern.

Kann ich mischen und mastern selbst lernen?

Ja. Mit einem klaren Workflow und einem geschulten Ohr kannst du beides selbst übernehmen — die meisten Schritte brauchen keine teure Hardware. Wer abmischen und mastern strukturiert am eigenen Track lernen möchte, ist im Mixing- und Mastering-Kurs in Zürich, Bern und Basel richtig.

Was ist Mastering in einem Satz?

Mastering ist der letzte Schritt der Musikproduktion, in dem der fertige Stereo-Mix als Ganzes bearbeitet wird — damit der Song auf jeder Anlage rund klingt und die Lautheits-Vorgaben der Streaming-Dienste erfüllt.

Was kommt zuerst, Mixing oder Mastering?

Immer zuerst das Mixing. Erst wenn alle Einzelspuren zueinander stimmen, wird der Song im Mixdown auf eine Stereo-Spur zusammengelegt — und diese Datei ist die Grundlage für das Mastering. Umgekehrt geht es nicht: Mastering kann einen unausgewogenen Mix nicht reparieren.

Brauche ich Mastering, wenn mein Mix schon gut klingt?

Ja, aber weniger als du denkst. Bei einem wirklich guten Mix besteht das Mastering oft nur aus etwas Lautheitsanpassung und einem Limiter. Genau das ist der Normalfall — Mastering ist Feinschliff, keine Rettungsaktion.

Wie lange dauern Mixing und Mastering?

Das Abmischen ist der grosse Brocken: Je nach Anzahl Spuren und Erfahrung sind das Stunden bis mehrere Tage pro Song. Das Mastering ist deutlich schneller und liegt meist unter einer Stunde. Plane beim Mixing eine Nacht Pause ein, bevor du final entscheidest.

Welche Plugins brauche ich zum Mastern?

Als Minimum reichen ein Parallel-Kompressor und ein nachgeschalteter Brickwall-Limiter — beides ist in jeder DAW dabei. Eine All-in-One-Lösung wie iZotope Ozone nimmt dir mit Presets und Match-EQ Arbeit ab, ersetzt aber nicht das Verständnis für die Signalkette.

Wie laut soll mein Master sein?

Für Streaming: −14 LUFS integrated bei maximal −1 dB True Peak. Lauter zu mastern bringt nichts, weil Spotify und Apple Music beim Abspielen ohnehin normalisieren. Für Club-Tracks gelten andere Massstäbe.

Was kostet es, einen Song abmischen und mastern zu lassen?

Die Preise variieren stark — von wenigen Franken bei automatisierten Online-Diensten bis zu mehreren hundert Franken pro Song im Studio. Wenn du regelmässig veröffentlichst, rechnet es sich meist schneller, das Abmischen selbst zu lernen.

Mixing und Mastering richtig lernen

Theorie ist die eine Sache — Praxis am eigenen Track die andere. Im Mixing- und Mastering-Kurs in Zürich, Bern, Basel arbeitest du Software-unabhängig (Logic, Cubase, Ableton) am eigenen Material.

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