SOS Tutorial 177 Absynth - Random Modulation

Ziel

Die meisten Softsynths verfügen über LFOs, mit denen sich beispielsweise die Tonhöhe oder Lautstärke modulieren lässt. Meist stehen hierzu klassische Wellenformen wie Sinus oder Rechteck zur Verfügung, seltener auch komplexere Wellenformen. Dass Signale per Zufall moduliert werden können, ist hingegen die Ausnahme. Doch gerade durch zufallsbestimmte Klangverformungen können oft ungeahnte, interessante Ergebnisse erzielt werden.

In diesem Tutorial wollen wir euch zeigen, wie man Random Modulations mit Hilfe von Absynth von Native Instruments erzeugen kann.

1. Absynth als Audio Plug-in

Neben der internen Klangerzeugung durch Oszillatoren lassen sich viele NI Softsynths auch als FX-Plug-in einer Audiospur verwenden. Die integrierten Tools der Instrumente können so auf ein beliebiges Input-Signal angewendet werden, wodurch die Tür zu grenzenlosen Möglichkeiten der Klangbearbeitung geöffnet wird. Eine genaue Beschreibung dieser Technik findet ihr in SOS Tutorial 127.

Auch Absynth können wir als Plug-in einer Audiospur verwenden, um beliebige Audiodateien durch Zufallsfunktionen modulieren zu lassen. Bei dieser Methode sind wir jedoch auf die Modulation der Lautstärke beschränkt; die Tonhöhe lässt sich nur bei der Verwendung von Absynth als Synthesizer bzw. Sampler modulieren.

2. Absynth als Sampler

Weitaus mehr Modulationsmöglichkeiten haben wir, wenn wir Absynth als eigenständigen Sampler verwenden:

Wie erstellen eine neue Instrumentenspur in der DAW unserer Wahl und laden Absynth (1).

Über „File“ -> „New Sound“ erzeugen wir einen neuen Patch (2).

Als Mittel der Klangerzeugung wählen wir „Sample“ aus (3).

Über das Feld darunter laden wir das Sample, das wir modulieren möchten. Handelt es sich dabei um ein Sample in Stereo, sollte auch die Option „Stereo“ ausgewählt sein (4).

3. Random Volume Modulation

Wir begeben uns zum LFO-Modul (1).

Absynth bietet uns eine Reihe komplexer Wellenformen, die sich hervorragend zur Erzeugung zufälliger Modulationen eignen. Dazu gehören „Inharmonic 1-3“ und „Noise 1-3“. Wir entscheiden uns für eine der drei Wellenformen aus der Kategorie „Noise“, wobei es sich um ein breitbandiges Signal handelt, das weißem Rauschen ähnelt (2).

Sofern keine extrem schnellen Modulationen gewünscht sind, müssen wir die Modulationsrate drastisch zurück regeln. Bei den Wellenformen „Noise“ machen Raten zwischen 50 und 500Hz Sinn. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch extremere Settings verwendet werden können (3).

Als nächstes müssen wir den Parameter auswählen, den wir gerne modulieren möchten, und die Modulationstiefe festlegen. Um die Lautstärke zu modulieren, tragen wir einen beliebigen Wert im Feld „Channel Vol“ ein. Je höher dieser Wert ist, desto stärker fällt die Modulation aus (4).

4. Random Pitch Modulation

Um die Tonhöhe zu modulieren, tragen wir einen beliebigen Wert im Feld „Pitch“ ein. Die Einheit sind hierbei Halbtöne (1).

Wenn wir das Sample durch weitere Module (z.B. Frequency Shifter oder Filter) verfremden, können wir auch einzelne Parameter dieser Module als Modulationsquelle definieren. Interessante Ergebnisse lassen sich beispielsweise durch eine zufällige Modulation der Filter Frequency oder der Tonhöhe eines Pitch Shifters erzielen (2).

Copyright 2017 – www.schoolofsound.ch

07/01/2018

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