SOS Tutorial 003 Logic - Poltergeist Voice Effekt

Ziel

Der angsteinflößende Klangeffekt aus dem Film Poltergeist ist ebenso ein Klassiker wie der Film selbst. Immer wieder wurde der Sound von Horrorfilmen aufgegriffen und ist bis heute in unzähligen Produktionen anzutreffen. Doch nicht nur für Filmproduktionen – auch als interessante Effekteinlage bei Musikproduktionen lässt er sich einbinden. Dieses Tutorial verrät, wie es geht.

1. Neue Audiospur

Wir benutzen als DAW Logic Pro, allerdings sollte der Effekt mit allen gängigen DAWs möglich sein. Wir erstellen eine neue Audiospur und ziehen dorthin das Soundfile, das wir weiterverarbeiten möchten. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – Schreie, Monologe oder Atemgeräusche dienen als gutes Ausgangsmaterial. Doch nicht nur Sprachaufnahmen – auch synthetisch hergestelle Klänge oder Instrumenten-Loops können zu interessanten Ergebnissen führen.

 

2. Reverse Sample

Durch einen Doppelklick auf das Soundfile öffnen wir den Sample-Editor. Unter „Funktionen“ -> „Rückwärts“ kehren wir nun das Sample um. Beim Abspielen sollte das Soundfile nun rückwärts abgespielt erklingen.

3. Reverb hinzufügen

1) Links im Arrangierfenster wählen wir als Insert einen Reverb-Effekt aus.

2) Wir benutzen Logic´s Sound Designer und wählen ein Preset aus, dass sich durch eine sehr lange Nachhallzeit auszeichnet. Die Art des Reverbs gibt dem finalen Sound seinen Charakter – hier lohnt es sich, verschiedene Presets auszuprobieren.

3) Wir ziehen sowohl den Dry- als auch den Wet-Regler bis ganz nach oben. Auch hier ist es sinnvoll, ein wenig herumzuexperimentieren. Unter Umständen kann sogar nur das Wet-Signal zu sehr interessanten Ergebnissen führen.

4. Region Bouncen

Mit dem Shortcut „ctrl+B“ Bouncen wir das File mit dem Reverb-Effekt auf eine neue Audiospur. Es ist wichtig, dass kein Haken bei „Effekt-Plug-Ins umgehen“ ist, da wir den Reverb direkt auf die neue File rechnen lassen wollen. Ein Haken muss jedoch in den Feldern „Audioausklang in Datei einschließen“ und „Audioausklang in Region einschließen“ gesetzt werden, da ansonsten der Reverb abrupt abbrechen würde.

5. Reverse Reversed Sample

Die Ausgangsspur kann samt Ausgangssample gelöscht werden. Nur noch die neue Audispur mit dem verhallten und umgekehrten Sample ist noch von Relevanz. Der Clou: Das reversed Sample mit dem Nachhall muss nun noch einmal umgekehrt werden. Wie vorhin muss dazu mit einem Doppelklick auf das Soundfile der Sample-Editor geöffnet werden und unter „Funktionen“ „Rückwärts“ ausgewählt werden. Das Dry-Signal sollte nun wieder in seiner Ursprünglichen Abspielrichtung zu hören sein, während das Wet-Signal rückwärts abgespielt wahrzunehmen ist, was dem Effekt seinen typischen Charakter gibt.

6. Finalen Reverb dazugeben

Um Dry- und Wet-Signal noch etwas mehr miteinander zu verbinden, wählen wir bei den Inserts noch einmal den Space Designer aus sowie ein passendes Reverb-Setting nach Wahl. Diesmal sollte der Dry-Anteil wesentlich höher als der Wet-Anteil sein, da der Nachhall nur subtil wahrzunehmen sein soll. Einen ähnlichen Effekt lässt sich erzielen, wenn man die vorhergehenden Schritte wiederholt und ein Delay anstelle von oder zusätzlich zu einem Reverb verwendet.

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