SOS Tutorial 098 Absynth - Kreativer Einsatz von LFOs

Ziel

LFO steht für Low Frequency Oscillator – ein niederfrequenter Oszillator, der zur Klangverformung und Modulation unterschiedlicher Parameter verwendet werden kann.

In diesem Tutorial wollen wir eine Einführung in die LFO-Sektion von Native Instruments Absynth geben und die kreativen Möglichkeiten zeigen, die sich dahinter verbergen. Von einfachen Modulationen über Zufallssteuerungen bis hin zu verschachtelten LFOs, die sich gegenseitig beeinflussen, soll das Tutorial auch Anreiz zu komplexeren Anwendungen von LFOs geben.

1. Absynth laden

Wir öffnen Absynth als Stand-Alone-Version oder als Plug-in einer beliebigen DAW und laden über „File“ -> „New Sound“ einen leeren Patch.

2. Oszillatoren

In der Rubrik „Patch“ können wir die Eigenschaften von bis zu drei Oszillatoren definieren (1).

Automatisch hat Absynth nach dem Erstellen des neuen Patchs bereits einen Oszillator mit einer Sinus-Wellenform erzeugt. Dieser soll uns zur Demonstration genügen. Bei Bedarf können die Wellenformen, Tonhöhe und weitere Eigenschaften des Oszillators aber auch abgeändert werden (2).

3. LFO Zuweisung

Wir begeben uns in das LFO-Menü (1).

Auch hier hat Absynth nach dem Erstellen des leeren Patches automatisch einen LFO erzeugt, der per Default drei verschiedenen Parametern zugewiesen ist (Channel Vol, Oscil Mod Index/Bal und Oscil Main Pitch). Über die hellgrün markierten Drop-Down-Menüs können wir den zu modulierenden Parameter wechseln (2).

Die Buchstaben A, B, C sowie „Master“ definieren, auf welchen Oszillator bzw. auf welchen Teil der Signalkette der LFO wirken soll. Die obere Reihe bezieht sich dabei auf die oberen Module im Patch-Menü und die untere Reihe auf die unteren Module (3).

4. Modulationstiefe und -frequenz

Auch wenn bereits eine Default-Zuweisung von LFO 1 vorhanden ist, können wir zunächst noch keine Modulation wahrnehmen. Dies liegt daran, dass die Modulationstiefe bei 0% liegt. Um den Effekt zu hören, bringen wir die Modulationstiefe auf 80-90%. Je höher dieser Wert, desto stärker die Modulation (1).

Wir wollen, dass sich der Effekt lediglich auf die Tonhöhe von Oszillator 1 auswirkt und deaktivieren entsprechend alle anderen Zuweisungsfelder (2).

Die Modulationsfrequenz können wir durch einen Zahlenwert an der Oberseite von LFO 1 festlegen. Bei der Default-Einstellung „Sec“ entspricht der Wert von einer Sekunde einer Modulationsfrequenz von einem Herz. Wir können die Angabe aber auch auf „Beat“ umstellen, wodurch wir eine relative Modulation im Verhältnis zum Master-Tempo unserer DAW erhalten (3).

5. Wellenformen und Zufall

Interessante und experimentelle Modulationen lassen sich durch einen Austausch der Wellenform des LFOs erzeugen (1).

Über „New“ können sogar eigene Wellenformen erstellt werden, die ebenfalls zur Modulation verwendet werden können (2).

Interessante, zufallsartige Modulationen lassen sich beispielsweise mit den Wellenformen „Noise“ oder „Inharmonic“ erstellen, die besonders chaotische Verläufe enthalten (3).

Bei der Verwendung der Noise-Wellenformen muss jedoch die Modulationsrate extrem heruntergeschraubt werden, damit die Modulation auch als solche zu erkennen ist (4).

Der Phase-Button ist insbesondere bei langsamen Modulationen von Interesse. Dieser legt fest, ab welchem Punkt der gewählten Wellenform die Modulation beginnen soll (5).

6. Modulation durch weitere LFOs

Besonders für das Dubstep-Genre mit seinen Wobble-Bässen ist die Modulation eines LFOs durch einen weiteren LFO interessant. Auch experimentelle, außergewöhnliche Klänge können mit einer Verschachtelung mehrerer LFOs erzielt werden.

Wir aktivieren einen weiteren LFO, indem wir auf den zunächst noch inaktiven Schriftzug „LFO 2“ klicken (1).

Über das Drop-Down-Menü haben wir Zugriff auf die verschiedenen Parameter von LFO 1. Hierzu gehören „LFO Wave Morph“, „LFO Depth“, „LFO Rate“ und „LFO SH Rate“. Die wichtigsten LFO-Parameter sind die beiden mittleren Werte – Depth und Rate, also Modulationstiefe und -frequenz. Zur Demonstration wählen wir „LFO Rate“ aus und bringen die Stärke der Modulation auf 90% (2).

Da wir die Modulation nur auf den ersten LFO anwenden wollen, deaktivieren wir alle weiteren Aktivierungsfelder (3).

Wenn wir nun einen Ton abfeuern, können wir hören, dass sich die in LFO 1 festgelegte Modulationsfrequenz stetig verändert – und zwar entsprechend der Wellenform, Modulationstiefe und -frequenz, die wir in LFO  2 festgelegt haben.

Noch komplexere Zusammenhänge können durch die Einbindung eines dritten LFOs erzielt werden.

Copyright 2015 – www.schoolofsound.ch

28/08/2016

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